Film · Freitags-Favoriten

Freitags-Favoriten | Lieblingsfilme 2017

Sherlock (Staffel 4)

2017 begann sofort mit einem absoluten Highlight: Die vierte Staffel meiner absoluten Lieblingsserie Sherlock auf BBC. Auch wenn sich die Serie mit dieser Staffel in eine Richtung entwickelt hat, die von dem bekannten und geliebten Format der letzten Staffeln immer stärker abweicht, hat sie von ihrer Brillanz nichts eingebüßt. Meine Gefühle für die Zukunft der Serie sind zwar gemischt, doch die drei Folgen zu Beginn des Jahres haben mich an den Bildschirm gefesselt und mir die aufregendsten TV-Momente in diesem Jahr beschert. Als die Staffel dann später im Jahr auch in Deutschland Prämiere feierte, verfolgte ich mit viel Spaß die Schockreaktionen auf Twitter.

I AM SH(ERL)OCKEDWas ich im Detail über die Staffel zu sagen hatte, könnt ihr in meiner Rezension nachlesen.

 

Man lernt nie aus

Die Komödie Man lernt nie aus mit Anne Hathaway und Robert De Niro ist zwar keine Neuerscheinung, doch die DVD ist mir erst 2017 in die Hände gefallen. Ben Whittaker (De Niro), der sein Rentnerdasein durch ein Senioren-Praktikum bei einer Mode-Website entstauben möchte, ist einfach zum lieb haben. Der Film ist eine leichte Komödie, bei der endlich mal keine Romanze im Vordergrund steht, sondern die Kommunikation zwischen zwei Generationen.

Die Schöne und das Biest
Die Schöne und das Biest Filmposter
(c) Walt Disney Studios

Disneys Realverfilmung von Die Schöne und das Biest war eines der Kinohighlights 2017, auf das ich mich am meisten gefreut habe. Die Musik, die Figuren, die Bilder – es ist eindeutig ein rundum gelungenes Meisterwerk. In meiner Rezension zum Film habe ich meiner Begeisterung mehr Raum geben können.

 

Marvel Cinematic Universe

Während ich 2016 noch damit beschäftigt war, alle verpassten Filme aus der MCU-Reihe aufzuholen, konnte ich 2017 die Neuerscheinungen im Kino genießen und davon gab es gleich drei Stück. Guardians of the Galaxy Vol. 2 machte den Anfang und knüpfte vom Niveau und Humor her übergangslos an Teil eins an. Als riesiger Fan von Baby-Groot (hätte ich ihn sonst gehäkelt?) hatte der Film zusätzlich noch zahlreiche Awwww-Momente für mich.

Positiv überrascht war ich von Spider-Man: Homecoming. Endlich mal ein junger Spider-Man, dem man sein Schülersein abkauft. Tom Hollands kindliche Begeisterung für die Rolle, die in jeder Szene spürbar war, hat auch mich angesteckt. Für mich ist Homecoming einer der besten Filme im MCU und Tom Hollands Umsetzung der Rolle kommt für mich vor der von Tobey Maguire; die Filme mit Andrew Garfield habe ich bisher leider noch nicht gesehen.

Im November schloss mit Thor: Ragnarok das MCU-Jahr. Auf diesen Film hatte ich mich aus der Reihe am meisten gefreut und wurde am meisten enttäuscht. Keine Frage, Hella ist eine der besten Antagonisten im MCU und hat eine interessante Komponente in die Handlung eingebracht. Der Film insgesamt war lustig. Aber für mich passte das Gesamtpaket einfach nicht in die Thor-Reihe. Vielleicht hätte ich besser mit der Veränderung leben können, wenn mich die bunten Farben, Sakaar und die Gags nicht ständig an Guardians of the Galaxy erinnert hätten. Wozu eine Richtung einschlagen, die es bereits gibt? In Bezug auf die Charaktere kam Loki für meinen Geschmack zu kurz. Zwar hatte er ein paar herausragende Momente, doch bei dem Versuch, Thor in diesem Film einmal seinen Bruder deutlich überstrahlen zu lassen, wurde scheinbar die Taktik verfolgt, Loki kleiner anstatt Thor größer zu machen.

Weitere Comic-Verfilmungen:
X-Men und Star Trek

In 2017 habe ich noch weitere Comic- Verfilmungen für mich entdeckt: X-Men und Star Trek.
Die X-Men Reihe begann ich aufgrund von Unkenntnis mit Erste Entscheidung. An sich ein guter Film, um in die Reihe einzusteigen, da hier die Ursprünge der Mutanten rund um Professor X und Magneto gezeigt werden. Doch jetzt tue ich mir etwas schwer mit den ersten Teilen der Reihe und den für mich ungewohnten Schauspielern. Während ich die Teile mit dem jungen Cast alle gesehen und teilweise sogar schon nochmal gesehen habe, muss ich noch herausfinden, in welcher Reihenfolge ich die älteren X-Men und die Wolverine Filme aufhole.

Nachdem ich im Sommersemester einen Dozenten hatte, der in jeder Vorlesung mindestens dreimal Star Trek erwähnte und die Figuren bekanntlich Kult sind, entschied ich, dass es endlich Zeit war, meine Wissenslücke in diesem Bereich zu schließen. Leider habe ich die Originalserie aus den 60ern noch nicht sehen können (langsam lohnt sich ein Netflix-Abo) und musste mir mit den Kinofilmen der letzten Jahre behelfen. Die habe ich dafür inzwischen teilweise auch schon mehrmals gesehen und beherrsche die Grußgeste der Vulkanier ohne nachzudenken.

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Freitags-Favoriten · Literatur

Freitags-Favoriten meets #Buchpassion | Meine Lieblingsautorinnen und -autoren

Nach Mein Bekenntnis zum Buch geht die Aktion #buchpassion dieses Jahr in die zweite Runde. Passender Weise soll es um die Lieblingsautorinnen und Lieblingsautoren gehen – ein Thema, zu dem ich sowieso einen Beitrag im Rahmen meiner Freitags-Favoriten vorbereitet habe.

Über seinen Lieblingsautor zu sprechen erweckt bei mir die Erwartung, vorbehaltlos jedes neue Werk dieses Autors sofort bei Erscheinen zu kaufen und immer wieder zu lesen. Diesen Autor gibt es für mich nicht. Aber wenn ich für den Rest meines Lebens nur noch eine einzige Autorin lesen könnte, dann wäre meine Wahl einfach:

J. K. Rowling

In ihren Harry Potter Romanen hat sie eine magische Welt erschaffen, die mich wie sonst keine Geschichte seit meiner Schulzeit begleitet. Das macht sie wohl zu meiner Lieblingsautorin. Doch es ist keine uneingeschränkte Liebe zu allem, was aus ihrer Feder stammt. Das verwunschene Kind hat mich mächtig enttäuscht, Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind werde ich erst gar nicht als Buch lesen. Auch ihre Romane für Erwachsene wie Ein plötzlicher Todesfall und die Kriminalreihe unter ihrem Pseudonym Robert Galbraith stehen nicht in meinem Bücherregal. Zwar habe ich sie gelesen, aber obwohl die Krimis gut waren, war einmal genug und mit Ein plötzlicher Todesfall konnte ich überhaupt nichts anfangen.
Doch auch wenn in meinen Augen vermutlich kein weiteres Werk Rowlings jemals an die sieben Harry Potter Bände heranreichen wird, beweist sie mir immer wieder, dass sie für mich die Königin des Schreibstils ist: Mit nur wenigen Worten zeichnet sie mühelos Figuren und Orte vor meinem inneren Auge, die dabei wie zum Anfassen real wirken. Alle ihre Figuren haben ihre eigene Art zu sprechen, sich zu bewegen und so erhalten selbst Nebenfiguren mehr Tiefe als bei vielen anderen Autoren die Hauptfiguren.

Doch ich möchte diesen Beitrag nicht auf eine einzige Autorin beschränken, denn es gibt noch so viel mehr Autorinnen und Autoren, die mich über die Jahre begeistert und begleitet haben. Aus dem riesen Großen Topf habe ich mir ein paar herausgepickt, die mir spontan eingefallen sind und mit denen ich eine persönliche Erinnerung oder ein bestimmtes Genre verbinde.

Kinderbücher

Wenn ich an die Geschichten meiner Kindheit und frühen Jugend denke, taucht ein Name öfter als anderen auf: Cornelia Funke. Kein anderer Autor hat meine Kindheit mit so vielen verschiedenen Titeln und in einer solchen Bandbreite geprägt. Ich habe jedes Band der Wilden Hühner verschlungen und wollte unbedingt selbst eine Mädchen-Bande gründen. Die Tintenherz-Trilogie hat mir nochmal ein ganz neues Gefühl für jene Welten vermittelt, die Autoren schaffen und in die wir uns als Leser flüchten. Und Frage des Erwachsenwerdens aus Herr der Diebe hat mich seit dem ersten Lesen beschäftigt.

Trivialliteratur

Ja, ich lese gerne Trivialliteratur: Bücher, bei denen ich nicht viel mitdenken muss, sondern mich einfach von der Autorin oder dem Autor in eine kurzweilige Geschichte entführen lassen kann. Mit fortschreitendem Literaturstudium wurden meine Ansprüche jedoch immer höher und so mancher Schreibstil, Plot oder Charakter hielt ihnen nicht mehr stand. Noch nie enttäuscht wurde ich von Cecelia Ahern. Ihre Geschichten sind selten nach Schema-F, immer wieder gibt es etwas Neues: eine mysteriöse Schreibmaschine, ein magisches Tagebuch, eine Geschichte komplett in zweiter Person erzählt. Dabei geht es nicht immer nur um Liebe, sondern auch um Freundschaft, darum, dass jedes ganz normale Leben erzählenswert ist und so viel mehr. Aherns Schreibstil ist dabei stets jung und frisch und gleichzeitig gefühlvoll.

Klassiker der Weltliteratur

Es gibt so viele große Autoren, die seit Jahrhunderten aus mehr oder weniger guten Gründen gelesen werden. Leider kenne ich noch längst nicht alle und während ich viele von ihnen zwar bewundere, sprechen mich ihre Werke persönlich nicht unbedingt an. Ganz anders erging es mir mit diesen dreien:

Als belesene Frau Jane Austen zu lieben ist vermutlich schon ein Klischee, aber das ist mit völlig egal. Obwohl ich mit den Menschen aus der Zeit, die Austen beschreibt niemals tauschen wöllte, fasziniert mich diese Welt ungemein. Die Damen und Herren der feinen Gesellschaft, stets auf der Suche nach der besten Partie träumen von der großen Liebe. Austen schafft es jedes Mal aufs Neue, in dieser steifen Welt Charaktere zu erschaffen, die eigenwillig, besonders, intelligent und emanzipiert sind. Kein Wunder, dass sich so viele Frauen bis heute davon inspiriert fühlen.

Victor Hugos Die Elenden (besser bekannt als Les Misérables) war für mich die überraschendste Entdeckung 2014. Ich hätte nie gedacht, dass mich ein Klassiker dieser Dicke, dessen Handlung auch noch ständig abschweift, derart fesseln könnte. Vielleicht ist es die zeitlose Thematik, vielleicht die Mischung aus Witz, Spannung, Drama und Liebe, aber Les Misérables gehört seitdem zu meinen Lieblingsbüchern und Der Glöckner von Notre Dame wartet gerade in meinem Bücherregal, damit ich ihn dieses Jahr endlich lese.

Den dritten in der Runde habe ich erst letztes Jahr für mich entdeckt, was eindeutig eine Verschwendung von Lebensjahren ist. Zu meiner Verteidigung: Kriminalgeschichten sind generell nicht so mein Ding und so hätte ich ja nicht ahnen können, was mir mit Sir Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes entgeht. Doyle hat mit Sherlock Holmes eine Figur geschaffen, die wie kaum eine zweite das Genre beeinflusst hat, Autoren bis heute inspiriert und in zahlreichen Film- und TV-Versionen (darunter eine meiner absoluten Lieblingsserien) immer wieder neu interpretiert wird.  Die Fälle sind so skurril wie Holmes Deduktionen brillant sind und ich weiß jetzt schon, dass ich sie noch viele Male lesen werde.

Kürzlich entdeckt

Im Juli habe ich zum ersten Mal von Matt Haig gehört, als sein neuster Roman How to Stop Time erschien. Sein Schreibstil hat mich gepackt wie schon lange keiner mehr. Er schafft es, ganz alltägliche Dinge so zu beschreiben, dass sie plötzlich bedeutungsvoll erscheinen und bringt die Dinge auf eine Art auf den Punkt, dass man sich seine Worte gerahmt an die Wand hängen möchte. Leider kam ich noch nicht dazu, mehr von ihm zu lesen, aber meine Bücherwunschliste ist definitiv länger geworden, seit ich auf diesen Namen gestoßen bin.

#Buchpassion

Wie auch schon letztes Jahr organisierte die wunderbare Janine von Kapri-zös die Aktion #buchpassion. Ich bin leider etwas zu spät dran, aber die Uni ging einfach vor. Dennoch wollte ich es mir nicht nehmen lassen, diesen Beitrag zu veröffentlichen (besser spät als nie?). Auf Janines Blog findet ihr die ganzen anderen Beiträge zur Aktion verlinkt. Und wenn ihr schon da seid, schaut euch doch gleich ein bisschen auf ihrem Blog um. Es lohnt sich!

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Freitags-Favoriten · Off Topic

Freitags-Favoriten | „The Game is On“ – Gesellschaftsspiele

An Spieleabenden scheiden sich die Geister: Die einen lieben sie, die anderen lassen sich höchstens äußerst widerwillig dazu bewegen. Für die einen endet der Abend mit Lachtränen, für die anderen im Familienstreit des Jahres. Auch ich habe beides schon erlebt und gemerkt: Selbst vom Wetteifer besessene Spieler können plötzlich zu guten Verlierern werden, wenn das Spiel an sich für ausgelassene Stimmung sorgt. Zugegeben, die ein oder andere Streitfalle ist in meinen Lieblingsspielen enthalten (ich sage nur: Monopoly), aber mit den richtigen Mitspielern übersteht man auch die.

Ermitteln wie Sherlock Holmes

Der Spieleklassiker für Möchtegern-Meisterdetektive ist selbstverständlich Cluedo. Und ein wenig fühlt man sich tatsächlich wie Sherlock Holmes persönlich, wenn man es durch taktisch kluges Fragen als erstes geschafft hat, Täter, Tatwaffe und Tatort zu ermitteln.

Cluedo
„War es Bloom mit der Pistole im Speisezimmer? – Cluedo, Die nächste Generation

Noch mehr Köpfchen fordert eine Mörderische Dinnerparty. Da die Mitspieler selbst in die Rollen der Verdächtigen schlüpfen und sich dementsprechend verkleiden, ist das zwar kein Spiel, das man mal eben abends aus dem Schrank nimmt, dafür jedoch war bisher jede Mörderische Dinnerparty, an der ich teilnehmen durfte, ein tolles Erlebnis. Das Schöne ist, dass es am Ende eigentlich egal ist, ob es einen „Gewinner“ gibt, es geht darum, als Gemeinschaft einen lustigen und spannenden Abend zu haben.

Wenn die Zeit tickt …

Schon seltsam, wie der Wortschatz plötzlich verschwindet, wenn der Sand in der Uhr immer schneller zu rieseln scheint oder die Bombe in der Hand tickt.  Aber genau darin besteht der Spaß von Activity, Tabu und Tick Tack Bumm. Es ist schade, wie viele diese Spiele ablehnen, weil sie angeblich kein Talent im Zeichnen, Erklären, pantomimisch Darstellen oder Raten haben. Wenn es einfach wäre, wäre es ja langweilig. In meinem Freundeskreis sind diese Spieleabende immer die witzigsten und ein paar unserer liebsten Dauerbrennergeschichten würde es ohne Activity nicht geben.

Activity
Activity, Alles ist möglich

Von Activity gibt es inzwischen viele verschiedene Versionen, doch keine kommt meiner Meinung nach an Activity extreme heran. Basierend auf der Spielshow Extreme Activity (wer hätte es gedacht?) gibt es hier wenige verschärfte Aufgaben, bei denen beispielsweise ein Spielpartner als Marionette dienen muss, um einen Begriff pantomimisch darzustellen oder zu zeichnen. Wenn man keinen Wert auf Punkte und Sieger legt, kann diese Version auch sehr gut ohne Spielbrett gespielt werden (was in der Originalversion zum Beispiel nicht geht) und eignet sich damit bestens auch für unterwegs.

Tabu kenne ich ebenfalls nur in der Sonderedition Tabu XXL. Auch hier wird die klassische Variante um neue, kreative Aufgaben ergänzt. Das absolute Highlight ist Knoten-Knut zum pantomimischen Darstellen von Begriffen: eine Stoffpuppe mit sehr langen Gliedmaßen, die aussieht, als wäre sie der Sesamstraße entsprungen.

Tick Tack Bumm verläuft nach einem ganz anderen Muster. Hierfür braucht man keine kreativen Talente, dafür aber einen gut sortierten Wortschatz und starke Nerven. Denn wenn die Bombe in der Hand immer schneller tickt, fallen einem die einfachsten Wörter nicht mehr ein. Mein absoluter Horror ist es jedes Mal, in einem Wortsalat sinnvolle Wörter zu erkennen. Dafür punkte ich, wenn es darum geht, bekannte Persönlichkeiten (real oder fiktiv) zu bestimmten Initialen zu nennen.

Teamwork ist alles

Wenn man glaubt zu wissen, wie der andere denkt, liegt man meistens falsch. Das merkt jeder Mitspieler sehr schnell bei Teamwork. Hier geht es darum, mit seinem Nebensitzer zusammen einen Begriff zu erklären. Der Clou: Das Team muss diesen Begriff in einem grammatikalisch sinnvollen Satz erklären, wobei sie sich nach jedem Wort abwechseln. Dabei darf der Satz höchstens 10 Wörter lang sein, also sollte man möglichst schnell zum Punkt kommen. Das sorgt für ziemlich viel Verwirrung zwischen den Teamkammeraden und erst recht unter jenen, die raten sollen. Da ist der Spaß vorprogrammiert. Besonders gefällt mir, dass man für dieses Spiel keinen Tisch o.ä. braucht, man kann es also hervorragend auf Reisen spielen.

Eine Million gewinnen oder verlieren?

Den Spieleklassiker Monopoly kennt selbstverständlich jeder und die meisten von uns sind sicher schon mal ruck zuck pleite gewesen. Ich bin diejenige, die eigentlich immer als erstes pleite ist und dennoch ist es eines meiner absoluten Lieblingsspiele.

Monopoly
Monopoly, Das Original

Aber was, wenn pleite zu gehen das Ziel eines Spiels ist? Das Motto von Mankomania ist „Wie verjubelt man eine Million?“. Klingt ziemlich einfach für Monopoly-Nieten wie mich. Aber Vorsicht, überall lauern Lottogewinne, Erbschaften oder Mieteinnahmen. Spaß macht das Ganze durch Risikofaktoren wie Pferderennen, das Spielcasino, die Aktienbörse und „die Böse 1 würfeln“ – Chancen, richtig viel Geld zu verlieren, aber auch zu gewinnen. Für viel Gelächter sorgen immer die Ereignisfelder mit kreativen Aktionen wie „Stifte 170.000 für den Verein anonymer Weltstars e.V.“ (Moment. An wen??).

 

Kannst Du Dich für einen Spieleabend begeistern? Und wenn ja, was sind Deine Lieblingsspiele?

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Film · Freitags-Favoriten

Freitags-Favoriten | Lieblingsfilme 2016

Nachdem ich euch letzte Woche meine Lieblingsbücher 2016 vorgestellt habe, dürfen meine Lieblingsfilme aus dem letzten Jahr natürlich nicht fehlen.

The Imitation Game

The Imitation Game basiert auf dem Leben des britischen Mathematikers Alan Turing, der mit seinem Team im zweiten Weltkrieg im Auftrag der britischen Regierung versuchte, den Enigma Code der Nationalsozialisten zu knacken. Beeindruckt hat mich dieser Film in zweierlei Hinsicht: Die Lebensgeschichte Alan Turings hat mich zutiefst bewegt, sodass ich momentan die von Andrew Hodges verfasste Biografie über Turing lese, die dem Film als Grundlage diente. Zum anderen war die Darstellung Benedict Cumberbatchs in diesem Film schauspieltechnisch das beste, das ich seit langem gesehen habe.

Gefährten

Die Idee, den ersten Weltkrieg aus Sicht eines Pferdes zu erzählen, das immer wieder den Besitzer wechselt und dadurch von Front zu Front geschickt wird, ist genial, weil sie es schafft, viele verschiedene Seiten dieses Krieges zu zeigen. Steven Spielberg als Regisseur und einige der talentiertesten europäischen Schauspieler haben aus dem Stoff ein Meisterwerk geschaffen. Die Bilder, die Geschichten der einzelnen Figuren und die Gefühlsgewalt dieses Films haben mir mehr als nur einen Gänsehautmoment verschafft.

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Die Ankündigung, dass das kleine fiktive Schulbuch aus der Harry Potter Welt verfilmt wurde, hatte mich zunächst nicht überzeugt. Ich wurde eines Besseren belehrt. Und wie! Man merkt, dass das Drehbuch wirklich von J. K. Rowling selbst stammt. Obwohl die Story nur wenige direkte Verknüpfungspunkte zu Harry Potter aufweist, rund 70 Jahre früher und noch dazu in New York spielt, war es eindeutig die gleiche magische Welt, der gleiche Witz und die gleiche mitreißende Erzählweise. Dazu der wundervolle Eddie Redmayne in der Hauptrolle des Newt Scamanders, ebenso großartige Nebendarsteller und natürlich eine ganze Reihe phantastischer Tierwesen, die ich am liebsten adoptiert hätte. Nach der Enttäuschung über Das verwunschene Kind, war dieser Film genau das, was mein verwundetes Potterherz brauchte.

Marvel Cinematic Universe

2016 habe ich meinen Plan, die Filme des Marvel Cinematic Universe (MCU) nur in der richtigen Reihenfolge anzuschauen, endlich über Bord geworfen und sie mir stattdessen angesehen, wie sich gerade die Möglichkeiten ergaben. Eine meiner besten Entscheidungen! Es war stellenweise nicht ganz einfach, mir klar zu machen, an welchem Punkt der durchgängigen Storyline die jeweiligen Filme ansetzen, aber egal: Endlich habe ich alle Filme bis auf Ant-Man und Captain America: Civil War gesehen. Jetzt bin ich bereit und schon voller Vorfreude auf das, was Marvel 2017 für uns auf Lager hat.
Es fällt mir schwer, einen Lieblingsfilm zu bestimmen, da ich Reihen immer als Ganzes aufnehme, mag oder nicht mag. Jedes Format steht und fällt mit seinen Figuren und in dieser Hinsicht hat mich Marvel begeistert. Wenn Gut und Böse so klar getrennt sind wie in Superheldenfilmen, werden die Charaktere oft flach. Nicht so bei Marvel. Gut, die Bösewichte könnten manchmal etwas interessanter sein. Die absolute Ausnahme ist selbstverständlich Loki, der von Film zu Film auf der Grenze zwischen Gut und Böse balanciert und in meinen Augen mit riesengroßem Abstand die faszinierenste Figur des MCU ist. Die klassischen Superhelden selbst und ihre Sidekicks sind cool, witzig und liebenswert, jeder bringt etwas Neues mit und zeigt überraschende Seiten. Nur von den Frauenfiguren wie Natasha Romanov, Pepper Potts, Darcy Lewis oder Sif würde ich in Zukunft gerne noch mehr sehen, denn die Frauenpower geht leider noch etwas unter.

TV-Serien

Dieses Jahr habe ich auch eine ganze Reihe von Serien neu für mich entdeckt: Allen voran Sherlock, aber auch Gilmore Girls und Doctor Who haben mich dieses Jahr gefesselt. In einem älteren Beitrag der Freitags-Favoriten habe ich bereits über meine Liebe zu diesen und weiteren Serien geschrieben.

Freitags-Favoriten · Literatur

Freitags-Favoriten | Lieblingsbücher 2016

Zum Jahreswechsel habe ich euch bereits alle Bücher, die ich 2016 gelesen habe, aufgelistet. Meine absoluten Highlights daraus möchte ich euch jetzt als die heutigen Freitags-Favoriten vorstellen.

Sir Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes

Ich hatte mir fest vorgenommen, zumindest einen Teil der originalen Werke von Sir Arthur Conan Doyle über den Kultdetektiv Sherlock Holmes zu lesen, bevor ich mit der BBC-Serie Sherlock beginnen würde. Zum Glück bekommt man E-Books mit sämtlichen Romanen und Kurzgeschichten als Gesamtausgabe schon für wenig Geld und so waren Sherlock Holmes und Dr. John Watson über Monate meine ständigen Begleiter in der S-Bahn. Vor allem die Kurzgeschichten hatten die perfekte Länge für die Strecke von mir daheim zur Universität und auf der Rückfahrt las ich dann gleich die nächste. Ich konnte nicht genug bekommen, von dem Dreamteam Holmes und Watson und ihren skurrilen Fällen. War der Fall beim Aussteigen noch nicht gelöst, las ich auch schon mal im Gehen weiter und das mache ich sonst nie (ist auch nicht zu empfehlen, mit einem E-Book-Reader vor der Nase herumzulaufen).

Julia Engelmann: Eines Tages, Baby

Bereits im August habe ich eine kleine Lobeshymne auf Julia Engelmanns erstes Buch Eines Tages, Baby verfasst. Inzwischen ist sogar schon das dritte Buch erschienen und ich schleiche regelmäßig in jeder Buchhandlung darum herum. Ich liebe die Poetrytexte von Julia, mit denen ich mich identifizieren kann und die mir gezeigt haben, dass Lyrik Spaß machen kann.

J. K. Rowling: The Tales of Beedle the Bard

Anfang 2016 kam ich endlich dazu, The Tales of Beedle the Bard (dt.: Die Märchen von Beedle dem Barden) zu lesen, die J. K. Rowling begleitend zu ihrer Harry Potter Reihe schrieb. Als absoluter Harry Potter Fan sauge ich alles auf, das aus dieser magischen Welt stammt und so war es natürlich ein ganz besonderes Gefühl, die Geschichten zu lesen, mit denen die Weasleys, aber auch viele andere Zaubererkinder, groß geworden sind.

James Bowen: Bob, der Streuner

Nach langer Zeit war Bob, der Streuner mal wieder die erste Biografie, die ich gelesen habe. Obwohl ich mir mit Biografien sonst immer schwertue und regelrecht um die Seiten kämpfen muss, las sich dieses Buch überraschend flüssig. Vielleicht, weil es von James Bowen selbst geschrieben ist und dadurch so nah und echt wirkt. Oder weil mich die Geschichte des Straßenmusikanten, dessen Leben sich durch den zugelaufenen Kater Bob grundlegend ändert, wirklich zutiefst berührt hat.