Film · Filmrezension

Beauty and the Beast

(c) Walt Disney

Disneys Realverfilmung des Märchenklassikers Die Schöne und das Biest von 1991.

Meine Gedanken

Nicht nur ist Die Schöne und das Biest mein absolutes Lieblingsmärchen, sondern Disneys Zeichentrickfilmverfilmung die wohl schönste Inszenierung des Stoffs. Belle ist eine der wenigen Disney-Prinzessinnen, mit denen ich tatsächlich groß geworden bin und als Bücherwurm habe ich mich ihr immer verbunden gefühlt. Als bekannt wurde, dass nun auch dieser Film als Realverfilmung neu umgesetzt werden soll und noch dazu mit der wunderbaren Emma Watson in der Hauptrolle, wurde ein Traum für mich wahr.

Ever just the same,
Ever a suprise,
Ever as before,
Ever just as sure,
As the sun will rise.

(Song: Beauty and the Beast. (c) 2017 Walt Disney Records)

Diese Zeilen aus dem Song Beauty and the Beast waren noch nie so wahr: Einerseits ist die Realverfilmung genau das altbekannte Märchen aus dem Zeichentrickklassiker, mit all den ikonischen Szenen, die Fans so sehr lieben. Andererseits hat es viele neue, teilweise überraschende Elemente und einen moderneren Anstrich bekommen. Wie für die Realverfilmungen inzwischen typisch, erfährt man mehr über die Hintergründe der Figuren und einzelne Handlungselemente werden detaillierter auserzählt. So konnten wieder einmal Handlungslücken geschlossen und Fragen, die man sich als Erwachsener über Die Schöne und das Biest zu stellen beginnt, beantwortet werden.

Disneys Belle (Emma Watson) galt schon immer als ihrer Zeit voraus, doch erst jetzt kann ich das richtig nachvollziehen. Ich hatte das Gefühl, dass sie noch mehr alles hinterfragt und aus ihrer kleinen Welt in der Provinz Frankreichs auszubrechen versucht. Emma Watson hat häufig betont, wie wichtig es ihr war, den Verdacht des Stockholmsyndroms in Bezug auf Belles Gefühle für das Biest zu zerstreuen, und das ist ihr wirklich gelungen.
Die Erlösung des Biests hat mich in der Zeichentrickversion ehrlich gesagt früher immer etwas gestört. Das Biest schien nur als Biest zu existieren, allein schon weil seine Hintergrundgeschichte als Prinz völlig fehlt. So konnte ich mit dem Prinzen, der mit seinen etwas zu extrem blauen Augen und der roten Mähne nicht mal gut aussieht, nicht viel anfangen. Jetzt wird die menschliche Vergangenheit des Biests (Dan Stevens) stärker betont, man erhält Informationen über seine Familie, seine Kindheit und wie er als junger Prinz war.
Von den Nebenfiguren möchte ich nur LeFou (Josh Gad), Gastons Sidekick, hervorheben. Zum einen, weil er für mich die größte Veränderungen durchgemach hat. Er bekommt in diesem Film charakterlich deutlich mehr Tiefe und hat sich dadurch zu einem meiner Lieblinge entwickelt. Zum anderen, weil ich die Diskussionen um Gads Charakter LeFou (Vorsicht, der Artikel enthält Spoiler) als traurig und unangebracht empfinde.

Während Disney-Zeichentrickfilme neben vielen Dingen vor allem für ihre Gesangseinlagen bekannt sind, haben sich die bisherigen Realverfilmungen musikalisch sehr zurückgehalten. Nicht so Die Schöne und das Biest! Die Idee zur Realverfilmung entstand ursprünglich aus dem Gedanken heraus, die Musicalversion auf die Leinwand zu bringen. Auch wenn es dann doch keiner der eigens für das Musical geschriebenen Songs in den Film geschafft hat, ist der Musicalcharakter unübersehbar: Neben all den altbekannten Songs enthält der Film sogar zusätzlich neue Lieder. Ich habe insgesamt rund 12 Songs gezählt, da jagt eine Musicalnummer die nächste. Doch egal ob Tanznummern des ganzen Ensembles oder gefühlvolle Balladen, alle Songs sind wunderschön und man wird ihrer nicht überdrüssig. Dabei fügen sich die neuen Songs perfekt in das Gesamtbild ein, da die Musik wie auch schon in der Zeichentrickvorlage von Alan Menken geschrieben wurde. Für mich waren die Lieder der letztlich ausschlaggebende Grund, den Film auf Englisch zu sehen und ich bin unglaublich froh, die Originalstimmen und die Originallyrics gehört zu haben.

Meine Empfehlung

Eine märchenhafte Geschichte, traumhafte Kostüme, atemberaubende Kulissen, große Musicalnummern und ein wundervoller Cast – Beauty and the Beast ist ein Disney-Rundumsorglospaket. Also ab ins Kino! Ich kann jedem nur ans Herz legen, den Film auf Englisch zu schauen, allein schon, um die Lieder im Original zu hören.

Trailer

Für alle, die sich mit Englisch schwer tun, gibt es natürlich auch einen deutschen Trailer.


Deutscher Titel: Die Schöne und das Biest | Länge: 130 min | FSK: 6 | Regie: Bill Condon | Drehbuch: Stephen Chbosky, Evan Spiliotopoulos | Musik: Alan Menken | Seite zum Film

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s