Literatur

Mein Bekenntnis zum Buch

Ich würde gerne sagen können, dass ich zu denjenigen gehöre, die sich beeindruckend früh das Lesen selbst beigebracht haben. Aber nein, ich habe es ganz normal in der ersten Klasse gelernt. Doch sobald ich ein grobes Verständnis für Buchstaben hatte habe ich alles gelesen, das mir ins Auge viel. Das sorgte teilweise für sehr, sehr lange Spaziergänge, bei denen jedes Straßenschild entziffert wurde. Und ich kann mich daran erinnern, meine Mama regelmäßig in die Bücherei gezerrt zu haben um neue Bücher auszusuchen. Damals noch mit Grafiken, die einzelne Wörter ersetzten, um das Lesen zu vereinfachen. Die Grafiken verschwanden, die Schrift wurde kleiner und die Bücher immer dicker. Schon ungefähr Anfang der zweiten Klasse las ich Harry Potter und der Stein der Weisen. Seit dem sind Harry Potter und Bücher im Allgemeinen ein fester Bestandteil meines Lebens.

Harry Potter und der Stein der Weisen, S. 90
Harry Potter und der Stein der Weisen, S. 90

Lesen heißt für mich, einen Zufluchtsort haben, fremde Welten sehen, unmögliche Abenteuer erleben, die Welt durch andere Augen sehen. Ein gutes Buch macht etwas mit mir, es heißt mich daheim willkommen, es rettet mir den Tag, es bringt mich zum Lachen, Weinen und im besten Fall zum Nachdenken. Ich habe gelernt, dass Magie echt ist und sie steckt in den Worten, die zwischen zwei Buchdeckeln ganze Welten entstehen lassen.

Schon früh wollte ich selbst neue Magie erschaffen, eigene Geschichten erzählen und andere Menschen damit verzaubern. Sobald ich kapiert hatte, was ein Schriftsteller ist, war das mein Berufswunsch. Der Traum ist noch immer da, hat sich omnipräsent in meinem Hinterkopf eingenistet. Auch wenn ich über die Jahre merken musste, dass das kreative Schreiben für mich ein sehr schwerfälliger Akt ist. Die Idee ist da und die Worte meist auch, aber sie kommen nur schleppend und sind mir nie gut genug. Ein Kampf, den wohl jeder Autor führt – die einen stärker als die anderen. Ich habe für mich erkannt, dass Schriftstellerin zu werden kein solider Zukunftsplan ist. Aber der Wunsch, am Entstehen eines Buches beteiligt zu sein, blieb. Und so studiere ich heute Literaturwissenschaft mit dem Ziel, Lektorin zu werden und Autoren, die erfolgreicher gekämpft haben als ich, auf ihrem Weg zum publizierten Werk zu begleiten.
Bis dahin blogge ich über Bücher. Zum einen als Schreibübung. Zum anderen um meinen Lesern das ein oder andere Buch nahe zu legen und so den Zauber ganz wundervoller Geschichten zu verteilen.

Zum Hintergrund dieses Artikels

Janine von Kapri-ziös veranstaltet auf ihrem Blog und diversen Socialmadiaplattformen die Literaturaktion #buchpassion. Neben einem Lesemarathon, der morgen früh um 10 Uhr auf Twitter startet, hat sie Blogger dazu aufgerufen, ihr Bekenntnis zum Buch abzugeben.

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2 Kommentare zu „Mein Bekenntnis zum Buch

  1. Liebe Sabrina,

    ich danke dir von ganzem Herzen, dass du bei #buchpassion mitmachst! Ich wünsche dir, dass dein Traum vom Leben als Schriftstellerin in Erfüllung geht und bis dahin bin ich gespannt auf weitere Blogartikel von dir. ;-)

    Janine

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